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Glossar · einfach erklärt

Backlink

Warum Verweise von anderen Websites für Google wie Empfehlungen wirken – und wie ein kleiner Betrieb ohne gekaufte Links an gute Backlinks kommt.

  • 2 Min. Lesezeit

In einem Satz

Ein Backlink ist ein Link von einer fremden Website auf Ihre eigene, zum Beispiel vom Fachverband oder von der Lokalzeitung. Suchmaschinen werten solche Verweise als Empfehlung: Je vertrauenswürdiger und thematisch passender die verlinkende Seite ist, desto mehr stärkt der Backlink die Sichtbarkeit Ihrer Website.

Ein Backlink (auch Rückverweis oder eingehender Link) ist ein Link auf einer anderen Website, der zu Ihrer Website führt. Für Google funktioniert er ähnlich wie eine Empfehlung unter Kollegen: Wenn angesehene Seiten auf Sie verweisen, spricht das für Ihre Qualität und Bekanntheit.

Wie wirken Backlinks?

Links waren von Anfang an ein Grundbaustein der Google-Bewertung und spielen weiterhin eine Rolle. Allerdings zählt nicht die Menge. Ein einzelner Link von der Handwerkskammer, dem Fachverband oder der regionalen Tageszeitung wiegt mehr als hundert Links aus beliebigen Linkverzeichnissen. Entscheidend sind:

  • Vertrauen: Ist die verlinkende Seite seriös und selbst gut angesehen?
  • Thema und Region: Passt sie zu Ihrer Branche oder zu Ihrem Ort?
  • Natürlichkeit: Ist der Link entstanden, weil es einen echten Grund gab?

Wie bekommt ein kleiner Betrieb gute Backlinks?

Die besten Quellen liegen oft vor der eigenen Haustür:

  • Mitgliedschaften in Innung, Kammer oder Fachverband mit Eintrag im Mitgliederverzeichnis
  • Hersteller und Lieferanten, die Fachbetriebe oder Partner auflisten
  • Vereine, die Sie unterstützen, und lokale Veranstaltungen, an denen Sie teilnehmen
  • Berichte in der Lokalpresse, etwa über Ausbildung, ein besonderes Projekt oder ein Firmenjubiläum
  • Kooperationspartner wie Architekturbüros, Hausverwaltungen oder benachbarte Praxen

Beispiel aus dem Handwerk

Eine Zimmerei unterstützt die Jugendmannschaft des örtlichen Fußballvereins, steht im Fachbetriebsverzeichnis eines Holzbau-Verbands und wird von einem Fensterhersteller als Montagepartner genannt. Das sind nur drei Links – aber alle echt, thematisch oder regional passend und vertrauenswürdig. Genau solche Verweise stärken die Sichtbarkeit nachhaltig.

Ist das Kaufen von Backlinks erlaubt?

Links, die nur gekauft werden, um das Ranking zu beeinflussen, verstoßen gegen die Spam-Richtlinien von Google. Erkennt Google solche Muster, werden die Links ignoriert oder die Website wird abgewertet. Bezahlte Links, etwa in Sponsoring-Beiträgen, sind nur unbedenklich, wenn sie technisch gekennzeichnet sind, zum Beispiel mit dem Attribut rel="sponsored". Außerdem müssen bezahlte Inhalte für Leser als Werbung erkennbar sein. Angebote wie „100 Backlinks für wenig Geld“ sind deshalb ein Risiko und keine Abkürzung.

Worauf sollten Sie achten?

  • Qualität vor Menge: lieber wenige echte Verweise als viele zweifelhafte.
  • Bestehende Kontakte nutzen und fragen, ob ein Link auf Ihre Website möglich ist.
  • Einträge in Verzeichnissen mit korrekten, einheitlichen Firmendaten anlegen.
  • Finger weg von Linkpaketen, massenhaftem Linktausch und dubiosen Artikelportalen.

Backlinks sind ein Baustein von SEO und eng mit dem Vertrauensprinzip E-E-A-T verwandt. Was Sie insgesamt für bessere Platzierungen tun können, lesen Sie im Ratgeber Bei Google auf Seite 1; mit welchem Aufwand Sie rechnen sollten, erklärt Was kostet SEO?. Wenn Sie Unterstützung möchten, finden Sie diese in unserer Leistung SEO für kleine Unternehmen.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Backlink und internem Link?

Ein Backlink kommt von einer fremden Website auf Ihre Seite. Ein interner Link verbindet zwei Seiten innerhalb Ihrer eigenen Website, etwa die Startseite mit einer Leistungsseite. Beide sind wichtig: Backlinks stärken das Vertrauen von außen, interne Links helfen Google und Besuchern bei der Orientierung.

Wie viele Backlinks braucht meine Website?

Eine feste Zahl gibt es nicht. Für einen lokalen Betrieb können wenige, aber hochwertige Verweise von Kammer, Verband, Partnern und Lokalpresse bereits viel bewirken. Wichtiger als die Anzahl sind Herkunft, Thema und Glaubwürdigkeit der verlinkenden Seiten.

Was bedeutet nofollow bei einem Link?

Mit dem Attribut nofollow signalisiert eine Website, dass sie einen Link nicht ausdrücklich empfiehlt. Google behandelt das als Hinweis und gewichtet solche Links in der Regel schwächer. Für bezahlte Links ist rel=sponsored vorgesehen, für Links in Kommentaren oder Foren rel=ugc.

Wie finde ich heraus, wer auf meine Website verlinkt?

In der Google Search Console zeigt der Bericht „Links“ eine Auswahl der Websites, die auf Ihre Seiten verweisen. Für kleine Betriebe reicht das meist aus. Kostenpflichtige SEO-Tools liefern umfassendere Daten, sind aber nicht zwingend nötig.