Zum Inhalt springen
Erstgespräch buchen

Glossar · einfach erklärt

Webhosting

Wo Ihre Website eigentlich liegt, welche Hosting-Arten es gibt und warum Serverstandort, Backups und Vertrag für kleine Betriebe wichtig sind.

  • 2 Min. Lesezeit

In einem Satz

Webhosting ist die Dienstleistung, bei der ein Anbieter Speicherplatz und Rechenleistung auf einem ständig mit dem Internet verbundenen Server vermietet, damit eine Website rund um die Uhr erreichbar ist. Der Hoster sorgt für Technik, Anbindung und Grundschutz; Sie zahlen dafür meist einen monatlichen oder jährlichen Betrag.

Webhosting bedeutet, dass ein Anbieter Ihre Website auf einem Server speichert und rund um die Uhr im Internet erreichbar macht. Sie mieten also Speicherplatz und Rechenleistung in einem Rechenzentrum. Ohne Hosting gäbe es Ihre Website zwar als Dateien, aber niemand könnte sie aufrufen.

Was ist Webhosting – einfach erklärt?

Wenn die Domain Ihre Adresse ist, ist das Hosting das Grundstück mit dem Haus. Ruft jemand Ihre Domain auf, schickt der Server des Hosters die Seiten an den Browser. Gutes Hosting sorgt dafür, dass das schnell, sicher und zuverlässig passiert – auch wenn viele Menschen gleichzeitig auf Ihre Website kommen. Bei Website-Baukästen ist das Hosting fest im Abo enthalten, bei WordPress wählen Sie den Anbieter selbst.

Welche Hosting-Arten gibt es?

ArtEinfach erklärtPasst für
Shared Hostingviele Websites teilen sich einen Serverkleine Websites mit wenig Technik
Managed WordPress-Hostingauf WordPress abgestimmt, oft mit Updates, Backups und Schutzfunktionendie meisten Betriebs-Websites mit WordPress
vServer oder Cloud-Servereigener virtueller Bereich mit fest zugeteilten Ressourcengrößere Websites, Shops, Buchungssysteme
Dedizierter Serverein ganzer Rechner nur für SieSonderfälle mit hohem Bedarf

Warum sollte der Server in Deutschland oder der EU stehen?

Auf Ihrer Website fallen personenbezogene Daten an, schon durch Server-Protokolle mit IP-Adressen oder ein Kontaktformular. Sitzen Anbieter und Server in der EU, gilt die DSGVO unmittelbar, und Sie vermeiden zusätzliche Prüfpflichten, die bei einer Datenübermittlung in Drittländer entstehen. Ein nahe gelegener Server verkürzt zudem die Wege für Besucher aus Deutschland. Mit dem Hoster brauchen Sie in jedem Fall einen Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV), den seriöse Anbieter im Kundenbereich bereitstellen.

Beispiel: eine Praxis ohne Backup

Eine Physiotherapiepraxis betreibt ihre Website auf einem sehr günstigen Tarif ohne automatische Sicherungen. Nach einem fehlerhaften Plugin-Update ist die Seite nicht mehr erreichbar, und ein Backup gibt es nicht. Mehrere Tage finden Patienten weder Telefonnummer noch Online-Terminbuchung. Ein Hosting mit täglichen, automatischen Backups hätte die Website in kurzer Zeit wiederhergestellt.

Worauf sollten Sie beim Webhosting achten?

  • Serverstandort und Firmensitz in der EU, idealerweise in Deutschland.
  • Einen AVV nach Art. 28 DSGVO abschließen.
  • Automatische tägliche Backups mit einfacher Wiederherstellung.
  • Kostenloses SSL-Zertifikat für die verschlüsselte Verbindung.
  • Aktuelle Software-Versionen auf dem Server und erreichbarer Support auf Deutsch.
  • Genug Leistung, damit die Website auch am Smartphone schnell lädt.

Wie viel das Hosting zur Geschwindigkeit beiträgt, erklärt der Ratgeber Website-Ladezeit verbessern. Wenn Sie sich um Server, Updates und Sicherungen nicht selbst kümmern möchten, finden Sie Unterstützung bei unserer Leistung Website-Wartung und Hosting.

Häufige Fragen

Ist Hosting bei einem Website-Baukasten schon dabei?

Ja. Bei Baukästen wie Wix oder Jimdo ist das Hosting im Abo enthalten und lässt sich nicht separat wählen. Das ist bequem, bindet Sie aber an den Anbieter, seinen Serverstandort und seine Bedingungen. Bei WordPress und anderen frei installierbaren Systemen wählen Sie den Hoster selbst.

Was passiert mit meiner Website, wenn ich den Hoster wechsle?

Die Website-Dateien und die Datenbank werden zum neuen Anbieter kopiert, danach wird die Domain auf den neuen Server umgestellt. Bei guter Planung bemerken Besucher davon nichts. Wichtig ist, E-Mail-Postfächer nicht zu vergessen und den alten Vertrag erst nach dem erfolgreichen Umzug zu kündigen.

Reicht das günstigste Hosting-Paket für meinen Betrieb?

Für eine kleine, schlanke Website oft schon. Achten Sie aber weniger auf den Preis als auf Backups, Serverstandort, Support und Ladezeit. Eine langsame oder häufig ausfallende Website kostet schnell Anfragen – und damit mehr, als ein besserer Tarif im Jahr zusätzlich kostet.