Glossar · einfach erklärt
Conversion-Rate
Wie viel Prozent Ihrer Besucher anrufen, anfragen oder einen Termin buchen – und wie Sie diesen Wert auch ohne aufwendiges Tracking grob ermitteln.
In einem Satz
Die Conversion-Rate (Konversionsrate) ist der Anteil der Website-Besucher, die eine gewünschte Handlung ausführen – etwa anrufen, ein Formular absenden oder einen Termin buchen. Man berechnet sie, indem man die Zahl dieser Conversions durch die Zahl der Besucher teilt und mit 100 multipliziert.
Die Conversion-Rate ist der Anteil der Besucher Ihrer Website, die eine gewünschte Handlung ausführen – etwa anrufen, eine Anfrage senden oder einen Termin buchen. Sie zeigt, wie gut Ihre Website Besucher in Interessenten verwandelt. „Conversion“ heißt wörtlich Umwandlung: Aus einem anonymen Besucher wird jemand, der anruft, schreibt oder bucht.
Wie berechnet man die Conversion-Rate?
Die Formel ist einfach:
Conversion-Rate = Conversions ÷ Besucher × 100
Ein Rechenbeispiel: Ihre Website hat im Monat 800 Besucher, und 16 davon senden eine Anfrage. 16 geteilt durch 800, mal 100, ergibt eine Conversion-Rate von 2 Prozent. Ob das gut ist, hängt stark von Branche, Angebot und Herkunft der Besucher ab. Wichtiger als ein Vergleich mit anderen ist die Entwicklung Ihres eigenen Werts über die Zeit.
Was ist eine Conversion bei einer Firmenwebsite?
Bei Dienstleistern ist eine Conversion fast nie ein Kauf, sondern eine Kontaktaufnahme. Typisch sind:
- ein Anruf über die antippbare Telefonnummer,
- ein abgeschicktes Kontakt- oder Angebotsformular,
- eine Online-Terminbuchung,
- eine Bewerbung über die Karriereseite,
- ein Klick auf „Route planen“ oder auf die E-Mail-Adresse.
Legen Sie vorher fest, welche Handlung für Sie zählt. Für eine Physiotherapiepraxis ist es vielleicht die Online-Buchung, für einen Elektrobetrieb die Angebotsanfrage und die Bewerbung als Elektroniker.
Warum ist die Conversion-Rate für Ihre Website wichtig?
Mehr Anfragen lassen sich auf zwei Wegen erreichen: mehr Besucher oder ein höherer Anteil, der Kontakt aufnimmt. Der zweite Weg wird oft unterschätzt. Steigt die Conversion-Rate von 1 auf 2 Prozent, verdoppeln sich die Anfragen – ohne einen einzigen zusätzlichen Besucher. Hebel dafür sind klare Handlungsaufforderungen (Call to Action), kurze Formulare, Vertrauen und gut gemachte Zielseiten wie eine Landingpage.
Beispiel: grob messen ohne komplexes Tracking
Ein Malerbetrieb möchte keine aufwendigen Analyse-Werkzeuge einsetzen. Er nutzt eine datenschutzfreundliche Statistik, die ohne Cookies auskommt, für die Besucherzahl und zählt monatlich die Formularanfragen sowie die Anrufe von Neukunden. Am Telefon fragt er kurz: „Wie sind Sie auf uns aufmerksam geworden?“ Nach einigen Monaten sieht er, dass seit der neuen Seite zur Fassadensanierung mehr Anfragen über die Website kommen. Für seine Entscheidungen reicht diese einfache Rechnung völlig aus.
Worauf sollten Sie achten?
- Klar definieren, was als Conversion zählt, und über Monate gleich zählen.
- Saisonale Schwankungen beachten – im Winter suchen andere Menschen als im Sommer.
- Nicht nur die Startseite betrachten: Oft bringen Leistungsseiten mehr Anfragen.
- Tracking-Werkzeuge nur mit passender Rechtsgrundlage und, wo nötig, mit Einwilligung einsetzen.
Wie Sie Besucher datenschutzkonform messen, erklärt der Ratgeber Website-Besucher messen ohne Datenschutzprobleme. Konkrete Ideen für mehr Kontaktaufnahmen liefert Mehr Anfragen über die Website. Wenn Sie eine Seite gezielt auf Anfragen ausrichten möchten, passt unsere Leistung Landingpage erstellen lassen.
Häufige Fragen
Was ist eine gute Conversion-Rate?
Eine allgemeingültige Zahl gibt es nicht. Die Werte hängen stark von Branche, Angebot und Herkunft der Besucher ab: Wer über eine Notdienst-Suche kommt, ruft eher an als jemand, der einen Ratgeber liest. Sinnvoller als Vergleiche mit fremden Zahlen ist es, den eigenen Wert über die Zeit zu verbessern.
Was ist der Unterschied zwischen Conversion und Lead?
Eine Conversion ist jede gewünschte Handlung auf der Website. Ein Lead ist ein Kontakt mit Interesse an Ihrer Leistung, etwa durch eine Anfrage mit Name und Telefonnummer. Jeder Lead entsteht durch eine Conversion, aber nicht jede Conversion ist ein Lead – zum Beispiel das Ansehen einer Checkliste ohne Kontaktdaten.
Brauche ich Google Analytics, um die Conversion-Rate zu messen?
Nein. Für eine grobe Messung genügen eine datenschutzfreundliche Besucherstatistik und eine einfache Zählung der Anfragen. Umfangreiche Werkzeuge wie Google Analytics liefern mehr Details, erfordern aber in der Regel eine Einwilligung im Cookie-Banner und mehr Aufwand bei der Auswertung.